D I E  A I R P O R T  -  K I D S

                                I R R F L U G   Z U M   M O N D

 

 

 

Gewonnen!

 

Felicitas und Emma hatten sich nach der Schule im Airport-Café verabredet. Sie wollten sich dort eine leckere Pizza teilen.
An dem reichhaltigen und appetitlichen Buffet im Café stellten sie sich ihre Zutaten zusammen. Felicitas mochte Tunfisch, Paprika und Zwiebeln, Emma zog Pute mit Ananas und Mais vor.
   „Mmh, weißt du noch, wie wir immer das Futter aus der Dose essen mussten?", fragte Emma ihre Schwester.
   „Erinnere mich bloß nicht daran, Emma. Ich frage mich, wie die Menschen wissen wollen, was eine Katze gerne isst. Haben die mal eine gefragt, oder was?", meinte Felicitas.
   „Gute Frage! Egal, jedenfalls wissen sie, was Menschen mögen. Ich liebe den Geruch von frischer Pizza", sagte Emma.
Dann gaben sie dem Koch ihre Zutaten und konnten zusehen, wie ihre Pizza gemacht wurde.
Gekonnt schwungvoll warf der Pizzabäcker immer wieder den Teig in die Luft, wobei sich der Teig drehte. Durch die Drehbewegung bekam der Teig seine flache und runde Form. Mit einer speziellen Tomatensauce wurde der Pizzaboden dann bestrichen. Auf der einen Hälfte legte er Felicitas und auf der anderen Emmas Zutaten auf den Boden.
Dann wurde die Pizza in den Ofen geschoben. Erst zehn Minuten, bevor die Pizza fertig gebacken war, wurde der Käse auf die Pizza gestreut. So wurden die anderen Zutaten unter dem Käse schön knusprig.
Zu der Pizza tranken sie, wie könnte es auch anders sein, eine große Schüssel Milch. Darauf konnten sie doch nicht ganz verzichten.
Die Kassiererin wunderte sich darüber, dass die Kinder eine Schüssel statt ein Glas haben wollten.
Genüsslich schlugen sie sich dann ihre Bäuche voll. Nach dem Festmahl trafen sie sich mit ihren beiden Freunden Pierrè und Mauricè.
Mauricè war der Freund von Felicitas und Pierrè der Freund von Emma.
Seit ihrer Verwandlung von Katzen in Menschen, als sie auf Pavatar, dem Katzenplaneten, durch den Zauberspiegel gegangen waren, hatten sie ihre Namen geändert. Ebenfalls waren sie überzeugt, dass sie sich nun nicht mehr die Airport-Cats, sondern die Airport-Kids nennen wollten.
Seit der Verwandlung lebten sie im Haus von Ariella. Ariella, die Hexe, die jeder Airport-Cats-Fan  bereits kennen dürfte, zauberte den Kindern ein eigenes kleines Häuschen neben ihrem Hexenhaus, das verborgen, und für Menschen unsichtbar, im Wald stand.
Mit einem speziellen Zauberspruch wurde das Haus der Airport-Kids sichtbar und die Tür öffnete sich mit einem alten bekannten Zauberspruch. Rumbold, der Bruder von Ariella, hatte die Zimmer der Kids nach ihren Wünschen eingerichtet.
Eines Tages kam der Postbote zum Hexenhaus und brachte die Post.
Dem Briefträger war das Haus im Wald nicht geheuer. So schnell wie er gekommen war, verschwand er auch wieder. Es war ein Brief für Felicitas dabei, den Rumbold bei den Kids unter die Tür durchschob.
Als Felicitas und Emma bei ihrem kleinen Häuschen ankamen, riefen sie den Zauberspruch: „Avisio-Micasa". Ganz langsam wurden die Umrisse des Hauses sichtbar und nachdem sich das Häuschen vollständig materialisiert hatte, riefen sie noch den Zauberspruch: "Abrida-Kadirba". Nachdem sich die Tür geöffnete hatte, betraten sie ihr Häuschen. Als die Tür wieder geschlossen wurde, begann das Haus wieder unsichtbar zu werden.
Vom Flur aus, konnten sie bereits die Stimmen von Mauricè und Pierrè aus dem obersten Stock hören, wo sich die Zimmer der Airport-Kids befanden.
Die Zimmer der Kids waren sehr modern eingerichtet. Mit allem was das Herz eines Teenies höher schlagen ließ.
Playstation, Wii-Konsole, ein Laptop mit mobilem Internet, für die Mädchen natürlich auch einen großen Anziehspiegel, den man einmal umklappen konnte. Als Katzen hätte sie ein Spiegel niemals interessiert, aber als Menschen schon. Für die Jungs gab es Sessel in Fussballform und sogar einen Kickertisch, den auch die Mädels gerne benutzten.
Es war einfach perfekt.
Als die Mädels ihr kleines Häuschen betraten, wurden sie von ihren Freunden herzlich begrüßt.
   „Hi Feli! Hi Emma! Seht mal, was der Postbote heute mitgebracht hat!", meinte Mauricè.
   „Hi Mädels!", begrüßte sie Pierrè.
   „Ein Brief? Von wem denn?", fragte Emma.
   „Gib schon her, Mauricè. Oh, der ist von der Redaktion ‚Alles für die Cats", freute sich Felicitas.
   „Ist das nicht die Zeitschrift, bei der du am Preisausschreiben teilgenommen hast?", fragte Emma.
   „Ja, genau!", antwortete Felicitas, die den Brief aufgeregt öffnete.
   „Sag schon, was steht drin?", rief Mauricè.
   „Moment, ich bin ja gleich soweit. Häh? Oh nein! Das glaube ich nicht! Manno, so ein Pech!", meinte Felicitas enttäuscht.
   „Was ist denn? Hast du verloren?", fragte Pierrè.
   „So was blödes. Ich wollte eigentlich den 2. Preis gewinnen, nämlich einen tragbaren DVD-Player mit Fernsehen", meinte Felicitas enttäuscht.
   „Und was hast du nun gewonnen? Etwa den 3. Preis, oder was?", fragte Emma.
   „Nun lass dich nicht lange bitten, Feli", meinte Mauricè.
   „Ich glaube es nicht. Ich habe den Hauptpreis gewonnen.", meinte Felicitas enttäuscht.
   „Aber ist das nicht eigentlich ein Grund sich zu freuen?", meinte Emma.
   „Eigentlich ja, aber ich hatte so sehr gehofft, den 2. Preis zu bekommen. Nun darf ich den Weltraumbahnhof in der Wüste von Nevada besuchen", sagte Felicitas.
   „Cool! Abgefahren!", meinte Pierrè.
   „Megacool!", ergänzte Mauricè.
   „Faszinierend, da würde ich auch gerne mal hinfahren. Ich habe gehört, dass dort im nächsten Monat ein neues Weltraumflugzeug getestet werden soll. Der Testflug soll glaube ich zum Mond gehen", meinte Emma.
   „Das trifft sich gut, denn hier steht:

 

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie, Felicitas

von Pavatar, bei unserem Preisausschreiben den Hauptpreis gewonnen haben. Wir laden Sie und bis zu drei Personen ihrer Wahl, sehr herzlich zu einer 14-tägigen Reise nach Nevada über Dallas-Fort Worth ein. Die Tickets für die Flugreise können Sie am Airportschalter am Flughafen abholen. Am 11. Oktober erwarten wir Sie dann in unserem Weltraumhotel in Nevada. Ein Shuttlebus wird Sie dann direkt vom Flughafen zum Hotel bringen. Wir freuen uns auf Sie!

 

las Felicitas vor.
   „Das ist ja schon in drei Wochen! Und außerdem haben wir dann Herbstferien. Dann kommen wir natürlich mit, oder?", meinte Mauricè.
   „Na klar, sie kann doch nicht alleine hinfahren", meinte Emma.
   „Eine Reise nach Amerika. Schon wieder! Naja, warum eigentlich nicht", meinte Pierrè, der sich noch an die letzte Reise nach Amerika erinnerte, als sie durch den verzauberten Kamin nach New York gereist waren, um Heralinda, eine Freundin von Ariella, zu besuchen.
   „Wie ich sehe, seid ihr euch schon alle einig. Na schön! Dann fliegen wir eben nach Nevada. Vielleicht treffen wir ja in Roswell auf ein paar Außerirdische oder sehen unbekannte Flugobjekte, oder so", meinte Felicitas.
   „Das wird bestimmt spannend", meinte Emma.
   „Hurra, das wird ein neues Abenteuer für die Airport-Kids", rief Mauricè vergnügt.
   „Ich kann es gar nicht abwarten", meinte Felicitas gelangweilt.

 

Drei Wochen später, waren die Vorkehrungen für den geplanten Jungfernflug der 'Luna-Star' bereits voll im Gange.
Die Computer liefen auf Hochtouren und die Wissenschaftler saßen aufgeregt vor ihren Computerbildschirmen. Ein kleiner Mann mit einem weißen Kittel und einer Nickelbrille auf der Nase, lief mit einem Notizblock auf und ab und man sah, dass er irgendwelche Berechnungen durchging.
Sein Haar war etwas zerzaust und er hatte Ähnlichkeit mit Albert Einstein, der gerade seine Relativitätstheorie entdeckt hatte.
   „Alles läuft genau nach Zeitplan, Herr Professor", meldete Dr. Spangler, einer der Wissenschaftler, der gerade auf dem Monitor ein paar Daten verglichen hatte.
   „Sehr gut, Dr. Spangler. Der Mond müsste also morgen um 18:40 Uhr in der exakten Position sein, um die 'Luna-Star' zu starten", stellte der Professor fest.
   „In der Tat!", antwortete Dr. Spangler.
   „Wir haben also noch genau 24 Stunden, bis die Party losgeht. Wir werden hier um die 50 Besucher haben, die bei dem Jungfernflug zusehen dürfen", meinte der Professor.
Bei der Ankunft der Airport-Kids am Flughafen von Dallas, wurden sie von einem Hotelbus abgeholt.
Als die Kids den Bus bestiegen hatten, musste die Busfahrerin plötzlich niesen. Daraufhin fragte sie: „Hat einer von euch vielleicht eine Katze mit in den Bus genommen?"
Die Airport-Kids sahen sich nur belustigt an und schüttelten dann mit dem Kopf.
   „Nein, hier ist weit und breit keine Katze zu sehen, Madam", rief Mauricè.
Und wieder fing die Busfahrerin an zu niesen.
Als sich alle auf ihre Plätze gesetzt hatten, fuhr der Bus los.
Die Airport-Kids mussten grinsen, denn sie ahnten, dass sie wohl der Grund für die Niesattacken der Busfahrerin sein mussten.