DIE FABELHAFTEN ABENTEUER DER AIRPORT-CATS

 

Band 7:

D E R   F L U C H   D E S   K O B O L D S

 

 

 

 

 

Die Stoy in Kürze:

Ein Zirkusdirektor, ein Clown, ein Arzt und ein Schrotthändler. Freunde oder Feinde? Ein rasender Löwe und niedliche Leopardenbabys. Es geht um Diamanten im Wert von einer halben Million Euro, die geschmuggelt wurden.

 


Leseprobe:

 

Das Narbengesicht

Schon aus der Ferne, konnte man das große bunte Zirkuszelt erkennen.

Als die 5 Freunde am Zirkuszelt ankamen, sahen sie einen Clown, der gerade aus einem Wohnwagen heraus kam. Sean fragte ihn, wo sie denn den Direktor Jonas finden würden. Er erzählte ihnen, dass er sich irgendwo in der Manege befinden müsste.

Um dort hinzukommen, mussten sie aber einmal um das Zirkuszelt herumlaufen, was sie dann auch taten.

Rund um das große Zelt standen ein paar Wohnwagen, in denen die Artisten wohnten und ein paar Anhänger, in denen die Tiere untergebracht waren.

Es gab dort Pferde, Esel, Lamas, Kamele, einen Löwen und zwei Braunbären. Immer, wenn die Tiere im Zirkus angeliefert wurden, kamen sie in Transportkäfigen von der Firma 'John McFly Ltd.' dort an, wie man auf den Schildern an den Käfigen lesen konnte. Danach bekamen sie selbstverständlich einen eigenen größeren Käfig.

Die leeren Käfige wurden zu einem großen Haufen aufgestapelt, unweit von den Tierkäfigen entfernt.

Kurz bevor sie also das Zirkuszelt umrundet hatten, sahen sie einen Mann mit einem Strohhut auf dem Kopf aus dem Zirkuszelt kommen. Er trug einen schwarzen Schnurrbart und hatte eine große hässliche Narbe, die vom Mundwinkel bis zum Ohr reichte. In der rechten Hand hielt er eine Peitsche, die er wohl zum Dressieren von Tieren benutzte.

  „Ah, das muß der Direktor sein", meinte Feli.

 

*

 

  „Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass sich der Löwe jetzt viel näher anhört, als gerade eben", meinte Feli.
  „Soll das etwa heißen, er ist..., er ist....", stotterte Emma.
  „Ja, er ist auf den Weg hierher!", meinte Feli.
  „Erzähl keinen Unsinn. Der Löwe ist doch bestimmt in seinem Käfig, hinter Gitterstäben aus Eisen oder Stahl", sagte Piet.
Und dann sahen sie ihn.
Alle blieben vor Schreck wie angewurzelt stehen.
Sean konnte sich als erster aus der starren Haltung lösen und rief:
  „Schnell auf den Baum da. Los!"
  „Ja, Sean hat Recht. Lauft um euer Leben", rief Mautzi.
  „Nein, nicht weglaufen! Schön stehenbleiben. Da ist jemand. Ein Mädchen!", rief Feli.
  „Hey du!", rief Sean.
  „Wer seid ihr? Was habt ihr hier zu suchen?", fragte das Mädchen.
  „Pass auf, da drüben steht ein Löwe. Wir haben ihn eben um die Ecke kommen sehen, jetzt hat er sich da im Gebüsch versteckt", rief Sean.
  „Ach, REX, da ist er also. Keine Angst, der tut niemanden etwas", meinte das Mädchen sicher.
  „Und warum brüllt er dann so?", meinte Mautzi, während er von dem Baum herunter geklettert kam, auf dem er sich in Sicherheit gebracht hatte.
  „Vor REX braucht ihr keine Angst haben. Der ist ganz zutraulich. Aber wieso kannst du sprechen?", wollte das Mädchen wissen und wunderte sich natürlich.
Dann brüllte der Löwe erneut kläglich.
  „So ein Gebrüll nennst Du zutraulich?", meinte Mautzi.
  „Das glaube ich nicht. Eine sprechende Katze.
Rex tut keinem was. Ich kenne ihn schon, seit ich denken kann. Ich lebe hier mit meinen Eltern. Sie sind Seiltänzer und Akrobaten im Zirkus Jonas. Ich bin Marijanna. Ich bin die Nichte meines Onkels", erklärte Marijanna.
  „Das sind die meisten Nichten", meinte Mautzi.
  „Und wie heißt dein Onkel?", fragte Feli.
  „Er heißt Martin Jonas. Er ist der Zirkusdirektor", berichtete sie.
  „Nett dich kennenzulernen, Marijanna. Ich bin Sean. Darf ich dir meine 4   Katzenfreunde vorstellen, sie nennen sich die Airport-Cats", sagte Sean.

   „Sei bitte vorsichtig", meinte Emma leise.
Mit beruhigender und sanfter Stimme, versuchte Marijanna den Löwen zu besänftigen.
  „Ruhig REX, ganz ruhig. Ist schon gut, alter Freund. Du bist ein guter Junge."
Trotzdem brüllte und fachte der Löwe Marijanna an.
  „Er reagiert nicht. Er ist wütend und gereizt", meinte Mautzi.
  „Sachte REX, sachte. Du kennst mich doch", versuchte es das Mädchen weiter.
  „Da stimmt doch etwas nicht. Hey, seht doch, die linke Pfote, der Löwe hinkt", stellte Sean fest.
  „Ja! Du hast Recht. Er muß sich verletzt haben", meinte Feli.
  „Seht doch, seine Pfote hinterlässt Blutspuren im Sand", meinte Mautzi.
  „Kein Wunder das REX nicht gehorcht. Tut mir leid Freunde, aber ich weiß nicht, ob ich mit ihm fertig werde", meinte Marijanna etwas skeptisch.
  „Du hast doch ein Gewehr dabei", stellte Feli fest.
  „Das wird nicht viel nützen, sind nur Platzpatronen drin, für die Show im Zirkus", antwortete Marijanna entgeistert.
  „OK, aber vielleicht könntest du einen Warnschuß abgeben", schlug Mautzi vor.
  „Auf keinen Fall, der Löwe könnte so erschreckt werden, dass er wild umher läuft. Und in 10 Minuten beginnt eine Vorstellung. Da sind bestimmt über 50 Zuschauer im Zelt. Das gibt es eine Massenpanik. Außerdem hält er seinen Kopf gesenkt. Das bedeutet, dass er uns angreifen will", erklärte Marijanna.
Da tauchte plötzlich ein hochgewachsener Mann auf, der den Anwesenden befahl, stehenzubleiben und sich nicht zu bewegen.
Sie hörten auf ihn und taten was er sagte.
Marijanna rief nur:
  „Onkel Martin!"
  „Hey REX, alter Junge. Was ist denn mit dir los? Ja, ich sehe es schon. Deine Pfote ist verletzt. Dann lass mich mal sehen. So, ich wickle dir mein Taschentuch um die Pfote", sagte Herr Jonas, und der Löwe wurde langsam etwas ruhiger.
Erstaunt betrachteten die anderen, wie Herr Jonas mit dem Löwen umgegangen war. Er musste wohl zu seinen Tieren einen guten Draht haben.

 

*

 

Eine verschlüsselte Botschaft

 Als sie weg waren und auch sonst alles wieder ruhig war auf dem Zirkusgelände, schlich er sich aus seinem Wohnwagen und ging in Richtung der Käfige, die nicht benötigt wurden.

Im Schutz der Dunkelheit, machte er sich an dem Käfig zu schaffen, in dem der Tiger geliefert wurde.
Am Käfig war ein Schild der Lieferfirma angebracht.
  'John McFly Ltd. - South Africa'
Es war eine Schublade unter dem Käfig angebracht, in der fand der einzigartige Beppo einen Zettel, so wie schon oft.
Das hatte er gehofft und freute sich auch. Als er den Zettel mit seiner Taschenlampe anleuchtete, las er folgendes auf dem Zettel:


                          Tix-Box-Pix-V-3-v-L-4-v-L-600K


  „Was soll das denn bedeuten? Das ist ja eine komplizierte Botschaft!", sagte der einzigartige Beppo zu sich selbst.
Obwohl er sich Mühe gab, er kam einfach nicht dahinter.
Da nahm er sich einen Hammer und wollte gerade die einzelnen Stäbe abklopfen, als plötzlich eine dunkle Gestalt vor ihm auftauchte.
  „Halt! Warte! Lass mich mal sehen", meinte die dunkle Gestalt, die der einzigartige Beppo im Licht der Taschenlampe als den Tierarzt, Doktor McFly, erkannte.
  „Ach du bist es. Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt", meinte Beppo.
  „Was hat mein Bruder denn diesmal auf den Zettel geschrieben?", sagte der Tierarzt.
  „Dein Bruder hat sich wohl einen kleinen Scherz erlaubt. Hier, sieh dir das mal an", meinte Beppo.
  „Aha, eine verschlüsselte Botschaft. Verstehe! Er meinte, es wird immer gefährlicher, Diamanten zu schmuggeln. Daher hat er die Botschaft verschlüsselt, falls der Zoll oder die Polizei ihm auf die Schliche kommen sollte", sagte der Doktor.
  „Und, verstehst du, was er uns damit sagen will?", fragte Beppo.
  „Ich versuche es mal. Wir haben uns früher schon, als Kinder, einen Spaß daraus gemacht, Wörter abzukürzen, damit nur wir sie verstehen konnten", meinte der Doktor.
  „Na, dann versuche es mal. Viel Spaß!", meinte Beppo etwas ironisch.